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Frachtsegler erobern die Weltmeere

Frachtsegler Juren AE

 

Frachtsegler erobern die Weltmeere

Ein Film von Stefan Arens und Monika Kovacsics

52 Min. | Produktion: Norddeutscher Rundfunk / Arte

Die gesamte Schifffahrtindustrie steht unter Druck. Weil sie mit fossilen Energien fährt und für 3% des weltweiten CO₂-Ausstoßes verantwortlich ist, muss sie ihre Antriebsenergien ändern. Laut Beschluss der IMO soll die gesamte Schifffahrt bis 2050 klimaneutral sein.

Leitfrage: Können moderne Frachtsegler die motorbetriebenen Schiffe Schritt für Schritt ablösen?

Die fortschrittlichsten sind in der Bretagne gebaut. Warum gerade da?

  • Das Experiment hat seine Wurzeln in der Sportsegelei. Das Können der Skipper ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist die Technik ihrer Rennyachten. Die hat sich gerade in der Bretagne in den letzten Jahren rasant entwickelt. Masten aus Carbon, ein optimaler Rumpf und digitales Wetterrouting machen die Rennyachten so sicher und schnell wie nie zuvor.
  • Lässt sich diese Technik auf Segelfrachter übertragen? Deren Entwicklung war vor über 100 Jahren abgebrochen, weil man mit billigem Schweröl in der Berufsschifffahrt – bis heute – mehr Geld verdienen kann.
  • Jetzt setzen mutige Unternehmer und Schiffsdesigner auf Technologietransfer. Sie probieren aus, welche Technik der Superrennyachten taugt und welche nicht – ein Technologietransfer wie der von den Formel-1-Rennautos zu den PKWs. Wird dieser Technologietransfer auch in der Schifffahrt gelingen?
  • Der Erfolg hängt davon ab, wieviel fossile Energie durch den Wind tatsächlich eingespart werden kann. Untersuchungen mit Segelhilfssystemen ergeben, dass ein Schiff mit WASPs (Wind Assisted Ship Propulsion) zwischen 8- 15% weniger fossile Energie braucht. Für eine dekarbonisierte Schifffahrt reichen aber auch 50-60% nicht aus.
  • Was bringen dann moderne Frachtsegler mit Hauptantrieb Wind? Die Juren AE aus Emden-Leer zeigt in ihrer kurzen Betriebszeit auf den Marshall-Inseln, dass der moderne Segelfrachter 80% Energie einspart.
  • Der Beweis ist erbracht. Auch die „Grain de Sail II“, „Anemos“ und „Artemis“ nutzen die Windkraft als Hauptantriebsquelle.
  • Das Experiment auf hoher See geht weiter. Lassen sich Windschiffe beliebig vergrößern, so dass sie den Warenverkehr auf den Meeren nach und nach übernehmen können?
  • Die Experten der Windschifffahrt sind sich einig. Es gibt keine Alternative zum Wind, wenn es darum geht, die Berufsschifffahrt zu dekarbonisieren. Unternehmer wie Barreau und Le Grand haben bewiesen, dass es funktioniert. Und für die Marshall-Inseln liegt der Schritt zum Segelfrachter klar auf der Hand. Es lohnt sich für Unternehmer in diese Richtung zu investieren. Der Anfang ist gemacht.

Der Film begleitet Pioniere einer Branche im Umbruch und zeigt, wie der Wind zur Schlüsselenergie einer klimaneutralen Schifffahrt werden kann.

 

Bilderstrecke

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Sonnenuntergang
Premiere im 21. Jhd.: Mit Windkraft gehen über 1000 Tonnen Ladung über den Atlantik.
© TOWT

Anemos
Innovative Technik macht Frachtsegler sicher und schnell.
© TOWT

Anemos und Artemis
„Anemos“ und „Artemis“ läuten eine neue Ära der Frachtschifffahrt ein.
© Anne Bougé

Guillaume Le Grand
Guillaume Le Grand plant sechs weitere Frachtsegler.
© Monika Kovacsics

Grain de Sail II
Die „Grain de Sail II“ startet das große Experiment.
© Louis Leclercq, Grain de Sail

Olivier und Jacques Barreau
Olivier und Jacques Barreau setzten auf CO₂-freie Schifffahrt.
© Monika Kovacsics

Boris Herrmann
Boris Herrmann kann sich eine Rolle als Berater für Frachtsegler vorstellen.
© Monika Kovacsics

Francois Gabard
„Transportieren statt Rasen“ – das Motto von Profisegler Francois Gabard
© Monika Kovacsics

Dreharbeiten auf IMOCA
Segelrennyachten als Forschungslabor für Frachtsegler
© Monika Kovacsics

Rennyacht mit Segel und Autorin
50 km/h – allein mit Windkraft
© Filmtrüffel

Albon Ishoda
Albon Ishoda von den Marshall-Inseln sendet ein Signal an die Welt.
© Filmtrüffel

Juren AE
Frachtsegler „Juren AE“ transportiert zwischen den Marshallinseln fast emissionsfrei.
© Chewy Lin, GIZ

Kapitän Michael Vahs
Kapitän Michael Vahs und Team bringen den ersten deutschen Frachtsegler auf Kurs.

Preview im Kino Leer


Ansprache Kino
Preview im Kino Leer: Autorin und Regisseur stellen ihren Film vor
© Miriam Kanzler

Kinosaal
© Miriam Kanzler

Kinosaal
© Miriam Kanzler

Ausgelöst durch den Atlantik-Erfolg der Grain de Sail I im Jahr 2020 entwickelt sich eine neue Generation hochinnovativer Segelfrachter.

Inspiriert von Hightech-Rennyachten wie denen von Boris Herrmann und Isabelle Joschke, verbinden die Frachtsegler Windkraft mit modernster Technologie.